Mitglieder

ERBIS hat 5 Mitglieder: Annick De Houwer, Lena De Mol, Henrike Frye, Agnes Groba and Theresia Piszczan.

Annick De Houwer

Last update: August 06, 2011 annickdehouwer

Annick De Houwer (PhD von der Freien Universität Brüssel 1988) ist Professorin für Sprachlehr- und -lernforschung an der Universität Erfurt in Deutschland und Direktorin des dortigen Sprachenzentrums. Zuvor lehrte sie an der Universität Antwerpen (Belgien), wo sie die Forschungsabteilung für Sprache, Medien und Sozialisation leitete. Dr. De Houwer ist Direktorin des von ihr gegründeten Europäischen Forschungsnetzwerks für Bilinguale Studien (ERBIS, European Research Network for Bilingual Studies). Sie ist ebenfalls als “Collaborative Investigator” mit dem Eunice Shriver Kennedy National Institute of Child Health & Human Development in den USA verbunden, wo sie zusammen mit Dr. Marc Bornstein in der Abteilung für Kinder- und Familienforschung arbeitet.

Dr. De Houwer hat führende Positionen an der International Association for the Study of Child Language (IASCL) und der Association Internationale de Linguistique Appliquée (AILA) eingenommen. Sie war Gastwissenschaftlerin u.a. an der Carnegie Mellon University, der University of Virginia und der Harvard University, und hat weltweit an Universitäten und auf internationalen Kongressen Vorträge gehalten. Auf dem diesjährigen (2011) International Symposium on Bilingualism (ISB8) in Oslo hat sie einen Plenarvortrag gehalten.

Dr. De Houwer begann 1979 den frühen bilingualen Spracherwerb zu erforschen und hat seither das Thema von vielen unterschiedlichen Perspektiven untersucht, u.a. in ihrer Doktorarbeit, die später in verkürzter Form von der Cambridge University Press herausgebracht wurde. 2009 veröffentlichte sie das erste Fachbuch über den Erwerb zweier Sprachen im Kindesalter. Beim gleichen Verlag (Multilingual Matters) erschien von ihr wenig später ein Buch zum gleichen Thema, verfasst für ein breiteres Publikum. Sie hat ebenfalls über andere Themen geschrieben, wie z.B. über die Rolle des Englischen in Europa, die niederländische Kindersprache, Jugendsprache und Fernsehuntertitel. Sie führt ein mehrsprachiges Leben, hat ihre Tochter zweisprachig erzogen und ist Großmutter eines dreisprachig aufwachsenden kleinen Mädchens.

Um Professor De Houwers vollen Lebenslauf und ihre Publikationsliste einzusehen, klicken Sie bitte hier.

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Lena De Mol

Last update: August 04, 2011 ldm

Lena De Mol ist Stipendiatin der Landesgraduiertenförderung Thüringen und promoviert an der Universität Erfurt am Lehrstuhl für Sprachlehr- und -lernfoschung. Unter Betreuung von Prof. Dr. Annick De Houwer untersucht sie einerseits die frühe bilinguale Entwicklung von Kindern, die zwei oder mehr Sprachen von Geburt an lernen, und ist andererseits an den Inputbedingungen zum frühen Zweitspracherwerb interessiert. Zudem gibt sie in der Anglistik und in der Linguistik Seminare für Bachelor-Studenten. Neben ihrer Promotions- und Lehrtätigkeit arbeitet Lena De Mol als wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Erfurt. Zu ihren Aufgaben zählen hierbei unter anderem Tutorien zu den Linguistik-Einführungskursen und bibliographische Arbeiten im Auftrag von ihrer Professorin Annick De Houwer. Lena De Mol ist außerdem Webmaster der ERBIS-Webseite und hat diese auch entworfen.

Seit Februar 2011 begleitet Lena De Mol als Expertin für englische Sprache den bilingualen Erfurter Kindergarten “Ringelblume” und arbeitet dort regelmäßig mit vier- bis sechsjährigen Kindern zusammen. Dies wird durch eine Kooperation ermöglicht, die zwischen dem Lehrstuhl für Sprachlehr- und -lernforschung der Universität Erfurt und der AWO Thüringen (insb. der Kindertagesstätte Ringelblume) besteht.

Vor Beginn ihrer Promotion in Erfurt hat Lena De Mol Englisch, Niederländisch und Schwedisch an der Universität Ghent studiert. 2007 hat sie ihr Studium in Germanistik und Literatur mit einem Master abgeschlossen und im Jahr 2008 zusätzlich einen Postgraduierten-Abschluss in Skandinavistik abgelegt. Die folgenden zwei Jahre verbrachte sie im Rahmen des Graduiertenprogramms Linguistics an der Universität Buffalo, State University of New York (UB). Die ersten beiden Jahre in den U.S.A. wurden durch die Francqui Foundation im Rahmen der Belgian-American Educational Foundation (B.A.E.F.) gefördert. Lena De Mol ist der B.A.E.F. sehr dankbar für ihre Unterstützung, durch welche ihr letztendlich ermöglicht wurde, nach Erfurt zu kommen: an der UB lernte Lena De Mol Prof. Dr. Wolfgang Wölck kennen und nur durch ihn ihre Promotionsbetreuerin Prof. Dr. Annick De Houwer. Lena De Mol ist auch der Universität Buffalo zu besonderem Dank verpflichtet, da sie dort im Herbstsemester 2009 einen Lehrauftrag ausführen durfte, durch den es ihr ermöglicht wurde, weiterhin am Graduiertenprogramm teilzunehmen und im Sommer 2010 einen Master-Abschluss in Linguistik abzulegen.

Bald wird Lena De Mol ihr erstes Kind bilingual erziehen.

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Agnes Groba

Last update: August 06, 2011 ag

Agnes Groba ist Diplom-Patholinguistin und promoviert derzeit als Stipendiatin der Landesgraduiertenförderung Thüringen an der Universität Erfurt (Sprachlehr- und -lernforschung) im Bereich des bilingualen Spracherwerbs. Neben ihrer Promotionstätigkeit arbeitet sie sprachtherapeutisch als freie Mitarbeiterin in einer logopädischen Praxis und wird ab August 2011 im Rahmen des Bundesprojekts “Frühe Chancen - Sprache und Integration” als freiberufliche Dozentin pädagogische Fachkräfte weiterqualifizieren.

Nach Abschluss ihres Studiums der Patholinguistik an der Universität Potsdam im März 2009 arbeitete sie für ein Jahr als Sprachtherapeutin im Universitätsklinikum Leipzig in der Tagesklinik für kognitive Neurologie mit Anbindung an das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften. Im Anschluss an diese Tätigkeit begann sie im Mai 2010 unter Betreuung von Prof. Dr. Annick De Houwer ihr Promotionsprojekt, in welchem sie in Kooperation mit PD Dr. Hellmuth Obrig und Dr. Sonja Rossi, MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig, den Adjektiverwerb von bilingualen und monolingualen Kindern aus psycho- und neurolinguistischer Perspektive untersucht.

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Theresia Piszczan

Last update: August 06, 2011 tp

Theresia Piszczan ist seit Oktober 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Sprachlehr- und -lernforschung der Universität Erfurt, an dem sie unter Betreuung von Prof. Dr. Annick De Houwer promoviert, zukünftige Englischlehrer bei ihren Praktika in der Grundschule anleitet und Seminare in den BA-Studiengängen Anglistik und Sprachwissenschaft gibt.

Nach Abschluss ihres Studiums der Telekommunikationsinformatik an der Fachhochschule der Deutschen Telekom AG in Leipzig (jetzt: Hochschule für Telekommunikation Leipzig und am Dublin Institute of Technology nahm Frau Piszczan 2004 ein Bachelor-Studium der Sprachwissenschaft und Lehr-/Lern-&Trainingspsychologie an der Universität Erfurt auf. Während dieser Studienzeit und des sich anschließenden Master-Studiums der Sprachwissenschaft war sie über mehrere Jahre studentische Hilfskraft an den Lehrstühlen Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft (Prof. Dr. Christian Lehmann) und Deutsche Sprache der Gegenwart (Prof. Dr. Angelika Feine).

Theresia Piszczans Interesse an bilingualer Sprachentwicklung entwickelte sich insbesondere im Rahmen des MA-Seminars ‘Mehrsprachigkeit’, das von Prof. Dr. Karlfried Knapp geleitet wurde. Die sich daran anschließenden Masterarbeit zum Thema “Kommunikation zwischen bilingual aufwachsenden Geschwistern” im Sommersemester 2009 wurde von Prof. Dr. Karlfried Knapp und von Prof. Dr. Annick De Houwer betreut.

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